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Fair mieten – Fair wohnen: Ein internationaler Fachdialog

Wann:
03/12/2018 um 17:00 – 19:30
2018-12-03T17:00:00+01:00
2018-12-03T19:30:00+01:00
Wo:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
Deutschland

Fair mieten – Fair wohnen: Ein internationaler Fachdialog
Rechtliche Rahmenbedingungen für einen fairen Zugang zum Wohnungsmarkt

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung laden wir Sie herzlich zu unserer öffentlichen Abendveranstaltung  „Fair mieten – Fair wohnen: Ein internationaler Fachdialog“ ein.

Eine bezahlbare Wohnung in Berlin zu finden, kommt einem Lottogewinn gleich. Eine Leerstandsquote von gerade mal 1,7 Prozent bestimmt den Wohnungsmarkt. Für die vielen Wohnungssucherinnen und –sucher bedeutet das: Die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum ist hoch. Am härtesten trifft dies Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen sowie diejenigen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind. Verschiedene Testing-Studien zeigen, dass ethnische Herkunft und Religionszugehörigkeit bei Wohnungsanbieter*innen oft der entscheidende Faktor für eine Absage sind - und das trotz des weitreichenden Diskriminierungsverbotes im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Während Vermieter*innen von der großen Nachfrage profitieren, verschärft der wachsende Druck auf den Wohnungsmarkt zunehmend die Konkurrenz zwischen verschiedenen von Diskriminierung betroffenen Gruppen. Gleichzeitig erschwert dieser Druck den Nachweis und die Verfolgung von Diskriminierung.

Diese Entwicklung ist kein Alleinstellungsmerkmal von Berlin – auch in anderen Großstädten ist der Wohnraum knapp und umkämpft. Doch Rechtsrahmen und wohnungswirtschaftliche Projekte aus anderen Ländern zeigen: Diskriminierung am Wohnungsmarkt kann unterbunden und sanktioniert werden. Ein Beispiel ist der Fair Housing Act in den USA, der Diskriminierung in der Bewerbung, Vermietung und beim Verkauf von Wohnraum untersagt.

Doch obwohl es in anderen Ländern gute Vorbilder gibt, an denen sich eine faire Wohnungspolitik orientieren kann, zeichnen sich in deutschen Großstädten aktuell kaum politische Lösungen ab. Die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen und die Heinrich-Böll-Stiftung laden deshalb ein, internationale Praxiserfahrungen „fairen Vermietens“ mit einem internationalen Fachpublikum zu diskutieren.

Am Beispiel des Fair Housing Acts (USA), der Aktivitäten der Wohnungsbaugesellschaft Toronto Community Housing und der Tätigkeit der Ombudsstelle in Stockholm werden politische und rechtliche Rahmenbedingungen gegen Diskriminierung am Wohnungsmarkt und für ein faires Vermieten veranschaulicht. In der abschließenden politischen Talkrunde geht es um die Notwendigkeit und Potenziale eines Leitbilds „Berlin vermietet fair!“. Die Veranstaltung will einen Raum der Vernetzung und Kooperation zivilgesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Akteure in diesem Handlungsfeld bieten, um so eine Kultur fairer Vermietung in Berlin zu stärken.

Das Programm und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie unter: http://calendar.boell.de/de/event/fair-mieten-fair-wohnen-ein-internationaler-fachdialog.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Euch/Ihnen!