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Pressemitteilungen

Hier finden Sie die von der Fachstelle veröffentlichten Pressemitteilungen.

 

Pressemitteilung zum 1. Fachtag der Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Seit Anfang Juli ist die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt aktiv. Unter dem Motto „Fair mieten – fair wohnen“ ist das Ziel der von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung geförderten Fachstelle eine „Kultur des fairen Vermietens“ in Berlin zu etablieren, bei der alle Personen unabhängig von (zugeschriebener) Herkunft, Sprache, Alter, Geschlecht, Religion, Sexualität und Behinderung gleiche Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben. Träger der Fachstelle sind das Büro UrbanPlus und der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB).

Remzi Uyguner (TBB): „Diese Kultur des fairen Vermietens beginnt für uns natürlich damit, von Diskriminierung Betroffenen eine Anlaufstelle, Beratung und Begleitung zu bieten. Wir hören wertschätzend zu und unterstützen, wo Diskriminierung nachweisbar und im Sinne des AGG möglich ist auch dabei, den Fall gerichtlich klären zu lassen, wenn alle Vermittlungsversuche nicht fruchten. Denn eins ist uns bewusst: Antidiskriminierungsarbeit ist keine Kuschelveranstaltung.“

Christiane Droste (UrbanPlus): „Damit ist die Aufgabe der Fachstelle aber längst nicht erfüllt: mit dem Ziel einer Veränderung einer Kultur des Vermietens sprechen wir auch die Wohnungsunternehmen und Vermieter*innen an. Fairness auf dem Wohnungsmarkt ist ein langfristiges Ziel, dafür muss man in den Dialog treten, sensibilisieren und informieren. Es gilt, eine Vielfalt von Akteuren weiterzubilden und sich in der professionellen wie der selbstorganisierten Beratungslandschaft in Berlin gut zu vernetzen.“

Am 17.10. präsentiert die Fachstelle im Rahmen ihres 1. Fachtags ihre Arbeit der ersten 100 Tage und bringt mit der Vorstellung des Fair Housing Acts, einer US-amerikanischen Gesetzgebung gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, einen international berücksichtigten Lösungsansatz in die Berliner Debatte ein.

Vor allem aber wird sie mit den eingeladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wohnungsunternehmen und Beratungsstellen den Dialog dazu suchen, wie sich im Einzelfall und strategisch gemeinsam für mehr Gerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt eingesetzt werden kann.