+100%-

Rechtsprechung

Hier finden Sie Material zu Rechtsprechungen im Bereich Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt:

 

  • AG Hamburg-Barmbeck (03.02.2017, 811b C 273/15)

Das Amtsgericht Hamburg-Barmbek hat eine städtische Wohnungsbaugesellschaft wegen rassistischer Diskriminierung verurteilt 1.008 Euro als Entschädigung an eine Bewerberin zu zahlen. Sie hatte - wie sechs weitere Bewerber*innen - wegen ihres türkisch klingenden Nachnamens keinen Besichtigungstermin erhalten.

Weiterführende Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des advd (08. März 2017) oder unter den Hinweisen zur Rechtsprechung bei dejure.org.

 

  • AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg (19.12.2014, 25 C 357/14)

Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg in Berlin hat zwei Kläger*innen wegen ethnischer Diskriminierung in einem bestehenden Mietsverhältnis Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Höhe von je 15.000 Euro zugesprochen. Die Vermieterin sprach Mieterhöhungen aus, die nur an Mietvertragsparteien arabischer bzw. türkischer Herkunft gingen und gestatte ihnen gegenüber anderen Mietparteien keinen vorübergehenden Verbleib in ihrer Wohnung.

Weiterführende Informationen finden Sie unter den Hinweisen zur Rechtsprechung bei dejure.org.

 

  • OLG Köln (19.01.2010, I-24 U 51/09)

Das Oberlandesgericht Köln hat einen Wohnungsverwalter verurteilt wegen Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts zwei Bewerber*innen jeweils 2.500 Euro Schadensersatz zu zahlen. Eine Mitarbeiterin des Verwalters hatte ihnen eine bereits zugesagte Wohnungsbesichtigung mit Bezug auf ihre ethnische Herkunft verweigert.

In der Vorinstanz wurde die Klage mit der Begründung abgewiesen, dass die Ansprüche an den falschen Anspruchsgegner gestellt wurden (LG Aachen 17.03.2009, 8 O 449/07).

Weiterführende Informationen zum Urteil finden Sie unter den Hinweisen zur Rechtsprechung bei dejure.org (OLG Köln / LG Aachen).