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Ziele + Arbeitsfelder

Ziel der Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist es, die Vernetzung und Kooperation in diesem Handlungsfeld systematisch zu stärken und damit eine Kultur diskriminierungsfreier Vermietung in Berlin zu entwickeln. Wir suchen einen lebendigen Dialog mit Akteur*innen, die Politik entwickeln, Betroffene beraten oder Empowerment fördern.

Unsere Zielgruppen sind öffentliche Institutionen und soziale Träger, Antidiskriminierungs- und andere Beratungsstellen, Initiativen und selbstorganisierte Anlaufstellen. Auf ihren Erfahrungen aufbauen zu können, ist eine wichtige Grundlage für unseren Erfolg. Vermietungskultur zu verändern erfordert Akzeptanz der Opferperspektive, Motivation und Dialog. Deswegen ist die Fachstelle gleichzeitig eine Ansprechpartnerin für die Wohnungswirtschaft.

Strategie + Vernetzung

Strategie und Vernetzung bedeuten für uns:

  • fachliche und politische Intervention
  • Vernetzungsangebote (z.B. Fachtagungen, Fachbeirat, Newsletter) und
  • die kooperative Entwicklung eines Leitbilds „Fair mieten-Fair wohnen“.

Beratung + Begleitung  Betroffener

Die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt unterstützt Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt Diskriminierung erfahren.

Menschen, die aufgrund ihrer

  • (zugeschriebenen) Herkunft
  • ihrer Sprache
  • ihrer Religion
  • ihrer Geschlechteridentität
  • ihrer sexuellen Orientierung
  • einer Behinderung
  • ihres Alters
  • ihres sozialen Status

…. sowie mehrfach diskriminiert werden, werden von der Fachstelle beraten und begleitet.

Zu den Unterstützungsangeboten der Fachstelle gehören das Verfassen von Beschwerdebriefen, die Einbeziehung anderer Stellen, die Begleitung zu Gesprächen und auch die Beistandschaft vor Gericht. Die Beratung ist kostenlos und mehrsprachig.

Zu den Beratungsprinzipien der Fachstelle gehören Vertraulichkeit, Parteilichkeit und Unabhängigkeit. Interessen und Ziele der Ratsuchenden bleiben auch bei vermittelnden Tätigkeiten zentral.

Dokumentation + Öffentlichkeitsarbeit

Die Fachstelle informiert und sensibilisiert zu Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und zu den Möglichkeiten und Grenzen des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG). Sie nimmt die Opferperspektive ein, dokumentiert Diskriminierungsfälle und richtet sich mit diesem Angebot an

  • die Fachöffentlichkeit,
  • von Diskriminierung Bedrohte oder Betroffene,
  • sowie an potentiell Diskriminierung Verursachende.

Unser online-basiertes Beschwerde und Dokumentationssystem ermöglicht Informationen über Diskriminierungsfälle berlinweit und als Ressource für Beratende zur Verfügung zu stellen. Es macht typische Fallkonstellationen sichtbar- und trägt so zur Entwicklung von Strategien gegen Diskriminierung bei. Zur Dokumentation von Diskriminierung führt die Fachstelle Kontrollverfahren durch (sogenannte Testings).

Weiterführende Informationen, die Möglichkeit unseren Newsletter zu abonnieren und einen Fachkalender finden Sie auf unserer Internetseite.

Weiterbildung

Die Fachstelle bietet Weiterbildung für verschiedene Zielgruppen und in verschiedenen Formaten an: Empowerment-Workshops für von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt Betroffene und  Fortbildungen für sie beratenden Organisationen und Initiativen. Darüber hinaus werden handlungsfeldübergreifende oder auch Inhouse-Schulungen für Wohnungsmarktakteure angeboten. Themen unserer Qualifizierungsangebote sind u.a. die Sensibilisierung für Diskriminierung beim Zugang zu und bei der Nutzung von Wohnraum, die Kompetenzbildung zu Ansätzen antidiskriminatorischer Vermietung sowie relevante Aspekte des Mietrechts (in Kooperation mit dem Berliner Mieterverein).